Veränderung gestalten – verantwortungsvoll agieren

Am 04.09.2019 wurde das sogenannte Agrarpaket von der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihrer Kabinettskollegin Umweltministerin Svenja Schulze vorgestellt.

Es bezieht sich im Wesentlichen auf die schon seit längerem diskutierten Themen, wie die Einführung eines staatlichen Tierwohllabels, dem verbindlichen Ausstieg beim Einsatz von Glyphosat, sowie die Umschichtung eines höheren Anteils der Direktzahlungen von der ersten in die zweite Säule. Zudem wird der Insektenschutz in Form eines Aktionsprogramms stark in den Fokus genommen.

Schon im April diesen Jahres unterstützten wir vom Ring der Landjugend die Kundgebung des WLVs in Münster, bei der es vor allem um die Verschärfung des Düngerechts ging. Hier stand der Aufruf nach einem Dialog zwischen Politik und Landwirten, also einer gemeinsamen Agrarpolitik, im Fokus. Wir Landwirte möchten mitreden, wenn es um die Gestaltung unserer eigenen Zukunft geht! Denn wir stehen für Nachhaltigkeit und ein Leben mit der Natur!

Es wurde im März angekündigt, dass die erst 2017 novellierte Düngeverordnung nochmals verschärft wird. Trotzdem kommen mit dem Agrarpaket weitere große, von der Politik vorgegebene, Veränderungen auf die Landwirte zu. Vor allem das Aktionsprogramm Insektenschutz sieht tiefgreifende Einschnitte in der Art und Weise der Bewirtschaftung vor. Nicht nur das Verbot von Glyphosat ab 2023, sondern auch der Einsatz von Herbiziden und bestimmten Insektiziden in Schutzgebieten steht zur Diskussion bzw. soll verboten werden.

Um Streuobstwiesen und artenreiche Grünlandflächen zu erhalten und bestenfalls zu fördern, wirken vorgesehene gesetzliche Schutzmaßnahmen und die Einschränkung des Pflanzenschutzes auf diesen Flächen auf die Landwirte eher abschreckend und verleiten nicht zum Erhalt und Ausbau dieser Flächen.
Täglich beliefern die Bäuerinnen und Bauern dieses Landes die Bewohner mit frischen, hochwertigen Lebensmitteln. Zum Dank werden sie oft für alle negativen Umweltbelange als alleiniger Verursacher dargestellt. Beispielsweise für Luftverschmutzung und Rückgang der Biodiversität. Versiegelung von Flächen und Lichtverschmutzung tragen ebenso zum Rückgang von Insekten bei, werden aber bislang nicht mit in den Fokus genommen. Wir wünschen uns eine fachliche Diskussion zum Klimaschutz mit allen Beteiligten und fordern in diesem Zusammenhang mehr Wertschätzung für den Landwirt als Experten.

Die Tierhaltung war und ist auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Westfalen-Lippe ein wichtiger Einkommensfaktor, doch ist Sie in Zukunft noch erwünscht? Den Baustein „Tierwohllabel“ bezeichnete Frau Klöckner am 19. November 2019 auf den Agrar-Bildungstagen in Montabaur selber als Umbau der Nutztierhaltung. Wir als Jugend scheuen Veränderungen nicht, doch möchten wir eine wirtschaftliche Zukunft mit Perspektive für unsere Betriebe sehen. Wir wollen gewährleistet haben, dass das, was wir heute bauen auch in fünf Jahren noch akzeptiert wird und den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Großinvestitionen sind sonst nicht möglich. Landwirte haben es nie gescheut sich an aktuelle Bedingungen anzupassen und das umzusetzen, was Politik und Verbraucher forderten. Auch heute sind wir bereit für Veränderung. Wir Junglandwirte brauchen aber Planungssicherheit um hoffnungsvoll in die Zukunft blicken zu können.

Aufgrund dieser vielen einflussreichen Faktoren, die das Wirtschaften der Landwirte einschränken, wird demonstriert. Die Landwirte demonstrieren für den Dialog mit der Politik und mit dem Verbraucher. Es soll miteinander geredet und ein gemeinsamer Weg gefunden werden.

Wir vom Ring der Landjugend möchten, dass die geplanten Auflagen noch einmal überdacht werden. Eine vielfältige Agrarlandschaft mit einer Vielzahl an Betrieben ist nach unserer Ansicht der beste Kompromiss, um eine Versorgung der Bevölkerung mit hochqualitativen, heimischen Lebensmitteln sicherzustellen und gleichzeitig die Kulturlandschaft als bedeutenden Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten.

Ring der Landjugend in Westfalen-Lippe

Berufswettbewerb – NRW in der Leistugsgruppe Landwirtschaft I vorne dabei

Beim BWB Bundesentscheid haben die Teilnehmer aus NRW den zweiten und dritten Platz belegt. Heye Rettberg (rechts im Bild) vom Ausbildungsbetrieb Birgit und Markus Blömer aus Rhede holt den 3. Platz mit 83.50 Pkt und Sebastian Stens (links im Bild) vom Ausbildungsbetrieb Berger & Schumacher Gbr aus Bielefeld den 2. Platz mit 85.90 Pkt. In der Mitte steht Martin Löbbert, erster Platz aus Bayern.61821472_1305762409582071_5487973202099437568_n

Berufswettbewerb – Landesentscheid auf Haus Düsse

Die Sieger des Landesentscheids auf Haus Düsse stehen fest. 30 TeilnehmerInnen traten am Dienstag, 4. April 2019 auf Haus Düsse an, um sich für den Bundesentscheid im Juni zu qualifizieren.

Am Ende belegte Heye Rettberg in der Leistungsgruppe I den 1. Platz. In der Leistungsgruppe II sicherten sich Johannes Richter und Ludger Könemann den obersten Platz auf dem Siegertreppchen.

 

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Teilnehmer, Richter und Ehrengäste des Landesentscheids 2019

Berufswettbewerb in Westfalen-Lippe: Sieger der Kreisentscheide stehen fest

Die Sieger der einzelnen Kreisentscheide für den Berufswettbewerb 2019 in Westfalen-Lippe stehen fest! Wir gratulieren den Siegern ganz herzlich und freuen uns sie beim Landesentscheid am 9. April in Bad Sassendorf begrüßen zu können.

Berufswettbewerb – Kreisentscheid in Borken:
1. Platz: Philipp Jeiler; 2. Platz: Erik Elskamp; 3. Platz: Heye Rettberg

Berufswettbewerb – Kreisentscheid in Paderborn:
1. Platz: Jakob Herbert Upmeier zu Belzen; 2. Platz: Immo Rüther und Adrian Brinkmann

Berufswettbewerb – Kreisentscheid in Herford
1. Platz: Finn Schütte; 2. Platz: Jascha Brune; 3. Platz: Jakob Westhoff

Berufswettbewerb – Kreisentscheid in Coesfeld
1. Platz: Tobias Ahlers; 2. Platz: Jonas Grohmann; 3. Platz: Tobias Farwick

Berufswettbewerb – Kreisentscheid in Bad Sassendorf
1. Platz: Sebastian Stens; 2. Platz: Justus Hunold; 3. Platz: Julia Riedel

Berufswettbewerb – Kreisentscheid in Münster
1. Platz: Philipp Reinke; 2. Platz: Laurenz Schulze Höckelmann und Simon Gersemann

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Richtern!

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